Neue Regeln von Facebook treten in Kraft

Geschrieben am 13. Juni 2012

externe DatenschützerDie bislang nur geplanten Änderungen in den Nutzungs- und Datenschutz-Richtlinien von Facebook wurden sofort nach der Abstimmung bei Facebook umgesetzt. Diese Abstimmung ist an der hohen Beteiligungshürde schlicht gescheitert. Der Kommunikationschef von Facebook (Elliot Schrage) rechtfertigt diese Entscheidung zum Einen damit, dass die neuen Richtlinien für mehr Transparenz sorgen, zum Anderen damit, dass Facebook wohl positive Reaktionen von Regulierern und Datenschützern bekommen haben scheint. Diese Informationen hat Herr Elliot Schrage auf jeden Fall in seinem Blogeintrag veröffentlicht.

Grund für die Abstimmung war, dass mehr als 7.000 Facebook Nutzer Kommentare zu den bereits Mitte Mai veröffentlichen Änderungsvorschlägen an der Richtlinie zur Datenverwendung abgegeben hatten. Die Facebook-Regeln sehen für solch einen Fall vor, dass alle Mitglieder des Online-Netzwerks über den besagten Entwurf abstimmen können. Als Bindend betrachtet Facebook diese Abstimmung aber nur, wenn mindestens 30 Prozent seiner Nutzer daran teilnehmen. Nach zu dem Zeitpunkt registrierten Mitgliedern, wären dies 270 Millionen User gewesen – tatsächlich haben nicht einmal 350.000 Mitglieder abgestimmt. Unter den teilnehmenden Nutzern war die Ablehnung gegen die Richtlinien mehr als deulich. Über 86 Prozent haben gegen die neuen Bestimmungen abgestimmt.

Viele, auch externe Datenschützer aus Deutschland haben die Abstimmung als Farce bezeichnet. Grund dafür ist die hohe Mindestteilnehmerquote von 30 Prozent. Des Weiteren wurde kritisiert, dass Facebook seine Mitglieder nicht hinlänglich darüber informiert habe.

Herr Schrage erklärte darauf, „man habe durchaus erhebliche Anstrengungen unternommen, um die Abstimmung möglichst einfach und zugänglich zu machen“. So wurden die Nutzer mit Hilfe von Anzeigen über die Abstimmung informiert. Facebook möchte jetzt das Verfahren auf den Prüfstand stellen, da trotz der unternommenen Bemühungen nur eine so geringe Zahl der Mitglieder sich an der Abstimmung beteiligt hat.

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